27 Apr 17

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Entscheidungstabelle (-)

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KURZBESCHREIBUNG
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LINKS & LITERATUR
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FUNKTIONSOBJEKT & –VERB
PROZESSPHASEN

Hilfsmittel

Excel oder andere Programme zur Tabellenkalkulation. Eine EXCEL-Arbeitsblattvorlage kann auf der Registerkarte "Links & Literatur" heruntergeladen werden.

Vorab durchzuführende Schritte

Keine

Durchführungsschritte

Erläuterungen vorgenommen am Beispiel der Antragsprüfung einer privaten Krankenversicherung.


  1. Ermittlung der Eingangsgrößen

    Im ersten Schritt werden alle Variablen bzw. Faktoren identifiziert, die auf die zu untersuchende Entscheidungssituation Einfluss nehmen können. Ihre Beschreibung wird in Form eines Textes (Bezeichnung, z.B. Alter des Antragstellers) vorgenommen. Hilfreich ist die Beantwortung der Frage: „Was müssen wir wissen, um in dieser Situation richtig handeln zu können? “ Die Bezeichnungen der Variablen werden im linken, oberen Bereich der Tabelle aufgelistet. Anschließend wird die Beschreibung um die gültigen Wertebereiche ergänzt (z.B. 0 < Alter des Antragstellers < 120).

  2. Bestimmung der max. Anzahl von Regeln

    Die Entscheidungstabelle ist in Bezug auf den Regelteil vollständig, wenn alle möglichen Bedingungskombinationen erfasst sind. Bei nur einfachen Bedingungsanzeigern (nur J/N Werte möglich) ergeben sich bei n Bedingungen 2n Kombinationsmöglichkeiten. Veranschaulichen lässt sich dieser Zusammenhang durch die Konstruktion eines Baumdiagramms, indem alle möglichen Zustände jedes Attributes an jedem Ast des vorherigen Attributes verzeichnet werden. Die Anzahl der Blätter nach dem letzten Attribut liefert die maximale Anzahl der Regeln. Falls Kombinationen von Bedingungen enthalten sind, die unmöglich sind, ist die tatsächliche Zahl der Regeln kleiner als das theoretische Maximum.

    Bei nicht einfachen Einträgen (z.B. 0 < Alter des Antragstellers < 120) sind zunächst die Grenzwerte, die eine Entscheidung beeinflussen, zu ermitteln (Alter des Antragstellers < 30, Alter des Antragstellers < 50 und Alter des Antragstellers > 50). Die sich daraus ergebende Anzahl an Grenzunterscheidungen (hier 3) wird dann mit den Anzahlwerten der übrigen Einflussfaktoren multipliziert.

    Es werden dann links beginnend, fortlaufend die Regelnummern von eins bis zur maximalen Regelanzahl in einzelne Spalten eingetragen.

  3. Ermittlung der Aktionen

    Die Aktionen beschreiben die zu treffenden Entscheidungen oder die strategischen Regeln, denen beim Vorliegen einer bestimmten Kombination von Bedingungen Folge zu leisten ist. Zur Ermittlung der möglichen Aktionen sollte die Frage: „Welche verschiedenen (Handlungs-)Optionen stehen zur Verfügung, um eine Entscheidung oder Strategie zu realisieren?“ beantwortet werden. Mögliche Aktionen im vorliegenden Beispiel könnten sein:

    • A 1: Antrag annehmen
    • A 2: Antrag mit Risikoaufschlag 20% annehmen
    • A 3: Antrag mit Risikoaufschlag 50% annehmen
    • A 4: Antrag ablehnen

    Eingetragen werden die Aktionstexte im linken, unteren Bereich der Entscheidungstabelle

  4. Eintragen der Regeln (Wertekombinationen)

    In den Spalten des Bedingungsanzeigeteils werden nun alle Kombinationsmöglichkeiten durch Eintragen der möglichen Zustands-Werte (z.B. „J/N“) erfasst.

    Folgende Faustregel erleichtert das Aufstellen aller Kombinationsmöglichkeiten bei nur einfachen Eintragungen (Beispiel von 3 Einflussfaktoren, max. 8 Regeln ergebend):
    • In die erste Zeile werden alternierend die möglichen Werte für die erste
    Bedingung eingetragen (J N J N J N J N).
    • In der zweiten Zeile wird jeder Wert so oft wiederholt wie
    unterschiedliche Werte des ersten Bedingungsanzeigers existieren
    (J J N N J J N N).
    • In der dritten Zeile wird nun jede Ausprägung der Zustands-
    variablen so oft wiederholt, wie es für die Vollendung eines Zyklus
    (erneuter Beginn mit dem ersten Zustandswert) der zweiten
    Bedingung erforderlich ist usf. (J J J J N N N N).

  5. Zuordnen der Aktionen zu Regeln

    In diesem Schritt werden die für die vorliegenden Kombinationen von Bedingungen angemessenen Aktionen festgelegt, indem im Kreuzungsfeld der entsprechenden Zeile (Aktionstext) und Spalte (Bedingungsanzeiger) ein X gesetzt wird. Das sollte bei einer gut definierten Entscheidungstabelle recht unkompliziert sein. Bei Komplikationen kann es einfacher sein den entsprechenden Endbenutzer Aktionen für jede Regel festlegen zu lassen (siehe folgender Schritt).

  6. Überprüfen der Tabelleninhalte

    Überprüfen Sie die Entscheidungstabelle mit den Endbenutzern. Entfernen Sie alle Regeln, für die keine Aktion spezifiziert werden können. Überprüfen Sie, ob alle Regeln tatsächlich auftreten können oder unmöglich sind. Eine unmögliche Regel liegt vor, wenn die gegebene Kombination von Bedingungen wegen der Problemspezifikation in der Praxis nicht vorkommt. Beheben Sie offensichtliche Widersprüche, wie z.B. eine Regel mit zwei sich ausschließenden durchzuführenden Aktionen. Am Ende sollte jede Entscheidungsregel inhaltlich korrekt sein.

  7. Ggf. Vereinfachung der Tabelle

    In diesem Schritt werden Regeln mit indifferenten Bedingungen kombiniert. Indifferente Bedingungen liegen vor, wenn sie die durchzuführende Aktion nicht beeinflussen. Dann können mehrere Regeln durch Setzen eines Irrelevanzanzeigers zusammengefasst werden (Konsolidierung). Zur Ermittlung indifferenter Bedingungen sollten zunächst Regeln mit exakt den gleichen Aktionen gesucht werden. Die Bedingungsanzeiger mit jeweils dem gleichen Wert bleiben erhalten, die wechselnden (irrelevanten) Werte werden durch Irrelevanzanzeiger ( – ) ersetzt. Beachten Sie, dass alle möglichen Werte der irrelevanten Bedingung in den Regeln vorhanden sein müssen um sie zusammenfassen zu können. Sonst besteht die Gefahr, dass die Tabelle inkonsistent wird.


    Beispiel

    siehe Powerpoint-Präsentation auf der Registerkarte "Links & Literatur"

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